Yule, Wintersonnenwende & die Raunächte

Die Wintersonnenwende markiert den tiefsten Punkt im Jahr – die längste Nacht, die größte Dunkelheit. Und doch beginnt genau hier etwas Neues: die leise Rückkehr des Lichts.

In dieser besonderen Podcastfolge nehme ich dich mit in die Zeit von Yule und den Raunächten – eine Zeit zwischen den Zeiten. Eine Phase, die früher von Unsicherheit, Stille und Gemeinschaft geprägt war und die auch heute noch etwas in uns berührt, oft ganz unbewusst.

Ich erzähle von alten Bräuchen und ihren ursprünglichen Bedeutungen, von Geschichten, die man sich früher in langen Winternächten erzählte, von der Wilden Jagd, von Frau Holle, von Schutz, Ordnung und Übergängen. Nicht als Märchen, sondern als Bilder, die erklären sollten, was man fühlte, wenn draußen der Sturm tobte und die Welt stiller wurde.

Gleichzeitig übersetze ich diese alten Rituale in unsere heutige Zeit. Ohne Dogmen. Ohne „Du musst“. Sondern sanft, alltagstauglich und ehrlich.
Was steckt wirklich hinter Verboten wie Wäschewaschen oder Ausmisten?
Warum ging es in den Raunächten nie um Wünschen im modernen Sinne, sondern um Lauschen, Wahrnehmen und innere Ausrichtung?
Und wie können Tarot, Träume und Zeichen in dieser Zeit als Spiegel dienen – nicht um die Zukunft festzulegen, sondern um uns selbst besser zu verstehen?

Diese Folge ist eine Einladung zum Innehalten. Zum Zuhören. Zum Erinnern.
Nicht daran, wie es früher „richtig“ war – sondern daran, dass es Zeiten gibt, in denen wir langsamer sein dürfen.

Für alle, die die Raunächte nicht perfekt leben wollen, sondern echt.
Still. Wach. Und verbunden mit sich selbst.

Heimisches Räuchern

In den tiefen Winternächten, gerade wenn das neue Jahr beginnt, war es bei unseren Vorfahren Brauch, das Heim und die Stallungen zu räuchern, um Schutz und Segen für das kommende Jahr zu erbitten. Nutzt die Kraft heimischer Kräuter und Harze, um das Alte loszulassen und das Neue willkommen zu heißen.
 
Traditionelle Räuchermischung:
 
Beifuß
Johanniskraut
Wacholder
Fichtenharz
 
Lege die Mischung auf eine angezündete Räucherkohle ( in einer feuerfesten Schale) und lass sie glimmen.
Trage den Rauch mit einer Feder oder deiner Hand in alle Ecken deines Heims und über die Schwelle.
Sprich dabei deine Wünsche und Gebete für das kommende Jahr.
Lasst uns diese alte Weisheit wiederbeleben und unser Heim mit Liebe, Licht und Schutz füllen. Teilt eure Räuchermomente und Segnungen mit AltesWissen, Räuchern, Segen, heimische Kräuter
 
Verbindet euch mit den alten Traditionen und spürt die tiefe Verwurzelung und Kraft, die in ihnen lebt. Möge dieses Jahr euch Frieden, Freude und Erneuerung bringen.
Eure Wanderhexe

Der Besenginster

Entdeckt mit mir die geheimnisvolle und vielseitige Welt des Besenginsters. Mit seinen strahlend gelben Blüten, die wie Sonnenstrahlen leuchten, birgt dieser Strauch eine Fülle von Traditionen und Anwendungen.

In der Volksmedizin wurde Besenginster traditionell zur Unterstützung des Kreislaufs und als Diuretikum eingesetzt. Aufgrund seiner Alkaloide, insbesondere Spartein, wurde er für seine herzstimulierenden und harntreibenden Eigenschaften geschätzt. Diese Anwendungen sollten jedoch mit großer Vorsicht erfolgen, da die Inhaltsstoffe des Besenginsters auch toxisch wirken können.

Neben seiner medizinischen Nutzung wurde der Besenginster in Räucherzeremonien verwendet, um Räume energetisch zu reinigen und Schutz zu bieten. Seine Zweige fanden auch Verwendung in der Herstellung von Besen, dem Sinnbild der Hexe für Reinheit und Schutz.

Obwohl er eine Aura der Leichtigkeit beim Räuchern schaffen kann, mahnt uns der Besenginster stets, die Kraft der Natur mit Respekt und Achtsamkeit zu nutzen. Seine Verwendung erfordert Wissen und Vorsicht, um seine positiven Aspekte zu genießen und gleichzeitig sich selbst und andere zu schützen.

Lasst uns die Weisheit unserer Vorfahren würdigen, indem wir die Natur und ihre Gaben mit Bewusstsein und Achtung nutzen. Möge der Besenginster uns an die Bedeutung des Gleichgewichts zwischen Nutzung und Vorsicht in der Welt der natürlichen Heilmittel erinnern.