Yule, Wintersonnenwende & die Raunächte

Die Wintersonnenwende markiert den tiefsten Punkt im Jahr – die längste Nacht, die größte Dunkelheit. Und doch beginnt genau hier etwas Neues: die leise Rückkehr des Lichts.

In dieser besonderen Podcastfolge nehme ich dich mit in die Zeit von Yule und den Raunächten – eine Zeit zwischen den Zeiten. Eine Phase, die früher von Unsicherheit, Stille und Gemeinschaft geprägt war und die auch heute noch etwas in uns berührt, oft ganz unbewusst.

Ich erzähle von alten Bräuchen und ihren ursprünglichen Bedeutungen, von Geschichten, die man sich früher in langen Winternächten erzählte, von der Wilden Jagd, von Frau Holle, von Schutz, Ordnung und Übergängen. Nicht als Märchen, sondern als Bilder, die erklären sollten, was man fühlte, wenn draußen der Sturm tobte und die Welt stiller wurde.

Gleichzeitig übersetze ich diese alten Rituale in unsere heutige Zeit. Ohne Dogmen. Ohne „Du musst“. Sondern sanft, alltagstauglich und ehrlich.
Was steckt wirklich hinter Verboten wie Wäschewaschen oder Ausmisten?
Warum ging es in den Raunächten nie um Wünschen im modernen Sinne, sondern um Lauschen, Wahrnehmen und innere Ausrichtung?
Und wie können Tarot, Träume und Zeichen in dieser Zeit als Spiegel dienen – nicht um die Zukunft festzulegen, sondern um uns selbst besser zu verstehen?

Diese Folge ist eine Einladung zum Innehalten. Zum Zuhören. Zum Erinnern.
Nicht daran, wie es früher „richtig“ war – sondern daran, dass es Zeiten gibt, in denen wir langsamer sein dürfen.

Für alle, die die Raunächte nicht perfekt leben wollen, sondern echt.
Still. Wach. Und verbunden mit sich selbst.

Historische Geburtenkontrolle

In einer Zeit, als die moderne Medizin noch in weiter Ferne lag, waren Frauen oft auf das alte Wissen von Heilerinnen und Hexen angewiesen, um ihren Körper und ihre Fruchtbarkeit zu steuern. Diese weisen Frauen waren Meisterinnen der Kräuter und Pflanzen, die den Menschen in allen Lebenslagen halfen, einschließlich der Geburtenkontrolle.
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit konnten ungewollte Schwangerschaften oder zu viele Geburten das Leben der Frauen gefährden und ihre Familien in Not stürzen. Ohne Zugang zu moderner Verhütung oder Verständnis von reproduktiver Gesundheit wandten sich Frauen an die Weisen, die das Geheimwissen der Natur kannten.
Einige der Methoden und Kräuter beinhalteten:
– Die Samen der wilden Möhre wurden häufig als postkoitales Mittel verwendet.
– Beifuß ist bekannt für seine vielfältigen Wirkungen. Er wurde in verschiedenen Kulturen auch zur Fruchtbarkeitsregulierung verwendet.
– Weinraute wurde historisch für eine Vielzahl von medizinischen Zwecken verwendet, einschließlich als abortives Mittel.
Viele der Methoden waren unsicher und manchmal auch sehr gefährlich. Die Frauen, die sich an Hexen wandten, suchten oft nach einem letzten Ausweg in einer Welt, die ihnen wenig Autonomie über ihren eigenen Körper ließ.
In der heutigen Zeit, in der sichere und effektive Verhütungsmethoden zugänglich sind, dienen diese Geschichten als Erinnerung an die Bedeutung der reproduktiven Rechte und des medizinischen Fortschritts. Sie erzählen auch von der tiefen Verbindung zwischen Frauen und der Natur, und wie das alte Wissen, oft als Hexenwerk abgetan, tatsächlich lebenswichtig und heilig war.
Teilt eure Gedanken und Gefühle zu diesem wichtigen Thema.
Lasst uns das Wissen ehren und weiterhin für die Gesundheit und Autonomie aller Frauen kämpfen.
Mit Respekt und Anerkennung für die Weisen Frauen der Vergangenheit,
Eure Wanderhexe

Schulden begleichen – Raunächte

Während der magischen Raunächte, gibt es einen alten Brauch, der besagt, dass alle Rechnungen und Schulden vor Beginn dieser heiligen Zeit beglichen sein sollten. Dieser Brauch spiegelt den Wunsch wider, das neue Jahr ohne die Last alter Schulden zu beginnen und symbolisiert einen Neuanfang mit einem klaren, unbelasteten Slate.
Warum alle Rechnungen bezahlen?
Das Bezahlen aller Rechnungen steht symbolisch für den Abschluss des Alten. Es ist ein Akt der Verantwortung und bringt Klarheit und Ordnung in unsere finanziellen Angelegenheiten.
Mit einem sauberen finanziellen Start ins neue Jahr zu gehen, fördert das Gefühl eines Neuanfangs. Es ist, als würde man die Weichen für ein Jahr des Wohlstands und der positiven Entwicklung stellen.
Indem wir uns von finanziellen Altlasten befreien, lassen wir symbolisch auch andere alte Lasten los. Es ist eine Zeit, um sich von allem zu befreien, was uns im kommenden Jahr nicht mehr dienen wird.
Nutze diesen Brauch als Anlass, über deine finanziellen Ziele und Vorsätze für das neue Jahr nachzudenken. Wie möchtest du deine Ressourcen im nächsten Jahr verwalten und nutzen?
Lassen wir uns von diesem alten Brauch inspirieren, um mit finanzieller und spiritueller Klarheit in die Raunächte und das neue Jahr zu schreiten. Möge jeder Schritt, den wir tun, uns zu größerem Wachstum und Wohlstand führen.

Binderunen

Habt ihr euch je gefragt, wie die alten Nordischen Völker ihre Magie praktizierten? Ein Schlüssel dazu sind Binderunen , die durch das Kombinieren einzelner Runen entstehen.
Jede Rune bringt ihre eigene Bedeutung und Energie ein, und wenn man sie zusammenfügt, entsteht etwas Neues, Einzigartiges. Sie können zur Manifestation von Intentionen, zum Schutz oder zur Förderung von Wohlstand verwendet werden.
Aber Achtung: Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Hier ein paar Tipps, wenn ihr euch entschließt, eure eigene Binderune zu kreieren:

* Beschränkt euch zunächst auf bis zu drei Runen, um die Absichten klar zu halten und die Energien nicht zu überladen. (Wenn ihr geübter seid, erkennt ihr, dass ihr bewusst oder unbewusst neue Runen erschafft, was die Wirkung des eigentlichen Zwecks aufheben, wenn nicht sogar negativ beeinflussen kann.
* Seid euch klar über eure Ziele. Die Runen sollten eure Absicht entsprechen und harmonisch zusammenwirken.
* Runen sind Teil eines alten Systems. Lernt ihre Geschichte und respektiert ihre Wurzeln!
* Seid kreativ, aber bewusst. Eure Binderune sollte ein Spiegel eurer persönlichen Magie sein.